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KLINIK FÜR GYNÄKOLOGIE u. GEBURTSHILFE

Patienteninfo.

Dr. Deeken

Dr. Deeken

Chefarzt der
Klinik für
Gynäkologie u.
Geburtshilfe
 

Myome weg – ohne OP.

Neues Verfahren der Myomembolisation als Hoffnung für viele Frauen.

Mit Beginn des Frühjahrs bietet die Frauenklinik des Knappschaftskrankenhauses Püttlingen in Kooperation mit der Klinik für Radiologie saarlandweit ein einmaliges Verfahren zur Behandlung von Myomen an. Mit Hilfe der Myomembolisation werden über einen Katheter, der in der Leistengegend eingeführt wird, Kunststoffkügelchen eingeschwemmt, die die Blutgefäße verstopfen. Dadurch werden Blutungen gestoppt und die Myome verringern ihr Volumen. Der größte Vorteil liegt darin, dass die Patientin ohne Narkose und OP in sehr viel kürzerer Zeit sehr viel effektiver und schonender behandelt werden.

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Geschwülste der Muskelwand der Gebärmutter, die bei 30% der Frauen zwischen 35 und 50 Jahren vorkommen. Bei einigen Frauen verursachen sie Beschwerden, wie z.B. starke Blutungen, die auch zur Blutarmut führen können. Oftmals ist eine medikamentöse Therapie der erste Schritt der Behandlung. Aufgrund der Nebenwirkungen sollte diese Therapie jedoch nicht über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Einzelne Myome können – bei entsprechender Lage – operativ ausgeschält werden. Liegen mehrere Myome vor, wird eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) durchgeführt. Das ist die heute am meisten verbreitete Therapie für Frauen, die an Gebärmuttermyomen leiden.

Myomembolisation verschafft Hilfe ohne OP-Eingriff

Wie bei einer Herzkatheteruntersuchung wird ein Katheter in der Leistengegend in die linke und rechte Gebärmutterarterie der Patientin unter lokaler Betäubung eingeführt. Mit diesem Katheter werden die Blutgefäße aufgesucht, welche die Myome in der Gebärmutter mit Blut versorgen. Nachdem diese Blutgefäße unter Röntgenkontrolle erfasst und dargestellt sind, werden kleinste „Plastikkügelchen“ von wenigen µm Durchmesser in die Blutgefäße eingeschwemmt. Dadurch „verstopfen“ die Blutgefäße und die Blutversorgung der Myome nimmt ab. Somit werden die Myome zum Schrumpfen gebracht. Nach der Prozedur legen die Ärzte in der Leiste einen kleinen Verband an. Üblicherweise erhalten die Patienten nach dem Eingriff schmerzstillende und abschwellende Medikamente, was in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin erfolgt. Die Behandlung erfolgt zeitsparend innerhalb weniger Stunden.

Vorteile der Myomembolisation.

Mit Hilfe der Embolisation kann eine OP verhindert werden. Somit entfallen Narkose, Narbenbildungen und mögliche Verwachsungen. Für die Patientin ist der Eingriff schonender und sicherer. Die Komplikationsrate ist geringer und die Patientinnen fühlen sich auch schneller wieder fit. Über 90 % der Frauen sind nach einer Myomembolisation beschwerdefrei.

Kleinere Nebenwirkungen nach dem Eingriff können Ausfluss und Fieber sein. Ebenso dürfen über einen bestimmten Zeitraum Schmerzmittel eingenommen werden. Eine histologische Sicherung wie beim Entfernen der Gebärmutter erfolgt nicht.

Wer kommt für eine Myomembolisation in Frage?

Für dieses Verfahren kommen alle Frauen in Frage, deren Myome Beschwerden wie Blutungsstörungen und Schmerzen verursachen. Ebenso ist sie für Patienten geeignet, die aus anderen, z.B. internistischen, Gründen nicht für eine Operation in Frage kommen.

Nicht angewandt werden sollte dieses Verfahren bei Frauen, die noch Kinder bekommen möchten, bei denen die Gebärmutter zu groß ist oder bei denen eine Kontrastmittelallergie besteht.

„Die Myomembolisation ist gut erprobt“, erklärt Chefarzt Dr. Gerhard Fenzl (Radiologie), der eng mit Dr. Martin Deeken der Frauenklinik zusammen arbeitet: „Dabei ist das Knappschaftskrankenhaus Püttlingen auch das erste Krankenhaus im Saarland, das diese Methode erfolgreich anwendet.“ Dr. Deeken ergänzt: „Wir sind froh, diese schonende Methode auch den Saarländischen Frauen zugänglich machen zu können, was erst durch den Bau der neuen Angio-Suite ermöglicht wurde.“

Unseren Flyer “Myome weg - ohne OP” mit weiteren Informationen zum Thema finden Sie hier als
PDF-Datei zum Download.

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www.bundesknappschaft.de

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