


KLINIK FÜR
INNERE MEDIZIN

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In den letzten Jahrzehnten hat es erhebliche Fortschritte in der Erkennung und Behandlung vieler Krebserkrankungen gegeben,
und das Wissen um eine optimierte Therapie schreitet rasch fort. Konnte man vor 40 Jahren lediglich konventionelle Röntgenaufnahmen,
z.B. der Lunge oder der Bauchorgane zur Erkennung zumeist fortgeschrittener Krebserkrankungen
heranziehen, bieten heute modernste Systeme wie Computertomographie, Kernspintomograpie und hochauflösende Ultraschallgeräte, sowie Videoendoskope eine sehr genaue Darstellung und zum Teil auch Früherkennung von Krebsleiden. Hieraus haben
sich Behandlungsstrategien auf der Grundlage von Forschungsergebnissen für die verschiedensten Krankheitsstadien der unterschiedlichsten Krebserkrankungen entwickeln lassen. So kann es in einem ganz frühen Stadium eines Darmkrebses
ausreichend sein, lediglich das kleine befallene Schleimhautareal über ein Endoskop lokal zu entfernen. In einem anderen Fall mit einer größeren Krebsgeschwulst nahe dem Darmausgang bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung verschiedenster
Disziplinen um für den, oder die Kranke, optimale Heilungschancen zu ermöglichen: Der Behandlungsplan kann zunächst eine Strahlentherapie in Kombination mit einem Chemotherapeutikum vorsehen mit anschließender Entfernung der nunmehr
geschrumpften Krebsgeschwulst durch den Chirurgen. In vielen Fällen kann selbst bei dieser ungünstigen Situation auf diese Weise ein künstlicher Darmausgang vermieden werden. Um die Heilungschancen weiter zu verbessern, mag je nach
Situation auch eine weitere Chemotherapie nach dem operativen Eingriff notwendig werden.
Ein ähnliches koordiniertes Zusammenspiel der verschiedensten medizinischen Disziplinen, wie in diesem Beispiel, ist bei vielen anderen
Krebserkrankungen, wie Lungenkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs um nur einige weitere zu nennen notwendig. Dazu bedarf es eines besonderen miteinanders der Experten. Um den bisher schon bestehenden regen Austausch zu verbessern, haben wir
eine regionale Tumorkonferenz gegründet. Jede Woche treffen sich hier Experten aus den Kliniken im Knappschaftskrankenhaus Püttlingen und dem SHG-Krankenhaus Völklingen,
sowie der Strahlenklinik am Klinikum Saarbrücken, der Hämato-onkologischen Praxis der Drs. Jacobs,Schmits, Daus und des Instituts für Pathologie des Klinikum Saarbrücken
Prof. Dr. J. Lüttges und besprechen den Behandlungsplan für schwierige Krankheitsfälle. Das breite Spektrum der einzelnen Spezialisationen mit Bauch- und Lungenchirurgie, Innerer
Medizin und Gastroenterologie, Gynäkologie, Urologie, Orthopädie, Schmerztherapie, Hämato-Onkologie, Radiologie und Strahlenheilkunde bietet die notwendige Wissensgrundlage um eine Planung, auch im Lichte der neuesten Erkenntnisse zu
ermöglichen.
Tumorkonferenz

Besonders hilfreich sind die bei uns kontinuierlich weiterentwickelten Möglichkeiten zur verbesserten Kommunikation, in dem
Röntgenbilder großformatig an die Leinwand projiziert werden können, um sie gemeinsam zu besprechen. So müssen nicht mehr 10 Experten ein Röntgenbild von Hand zu Hand reichen müssen.
Die Fallbesprechungen werden protokolliert und die
Entwicklung der Krankheitsbehandlung im Einzelfall auch wiederholt besprochen, so dass der Krankheitsverlauf durch die Konferenzteilnehmer begleitet wird. Literaturrecherchen, die heutzutage ebenfalls EDV-gestützt über das Internet den
Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Daten ermöglichen, ergänzen die Arbeitsweise der Konferenz. Darüber hinaus führt die Tumorkonferenz Spezialisten aus verschiedenen Krankenhäuser und dem niedergelassenen Bereich zusammen und ist
somit ein weiterer Schritt zur Integration ambulanter und stationärer Krankenversorgung, was gerade in der Betreuung von krebskranken Menschen eine besonders wichtige Funktion hat.
Seit einigen Jahren wird am Knappschaftskrankenhaus
sehr engagiert ein gruppentherapeutischer Ansatz, bei dem sich Patienten und Therapeuten regelmäßig treffen – die Gruppe „Leben mit Krebs“ – verfolgt, um unseren Patienten bei der Verarbeitung ihrer Krankheit zu helfen. Dieser
menschlich-psychologische Bereich stellt eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar, und wir werden daran arbeiten, mit den niedergelassenen Kollegen weitere integrative Ansätze, sei es psychotherapeutischer, oder
hausärztlicher Art zu entwickeln.

Jede Woche treffen sich Experten aus dem Knappschaftskrankenhaus Püttlingen, dem SHG-Krankenhaus Völklingen, sowie der Strahlenklinik am Klinikum Saarbrücken, der Hämato-onkologischen Praxis der Drs. Jacobs,Schmits, Daus und des Instituts für Pathologie des Klinikum Saarbrücken Prof. Dr. J. Lüttges zur Tumorkonferenz im Krankenhaus Püttlingen.


Krankenhaus Püttlingen
In der Humes
66346 Püttlingen
Tel.: 06898 55 0
Chefarzt
der Klinik für
Innere
Medizin
Dr.med.M. Maier

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